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Neue Infotafeln machen Dringenbergs Geschichte lebendig

Historische Orte erhalten moderne Informationen – Geschichtsweg lädt zum Entdecken ein

Wer in diesen Tagen durch Dringenberg spaziert, dem sind sie vielleicht bereits aufgefallen: Acht neue Infotafeln informieren seit Mitte Juli an markanten historischen Orten über die Geschichte des Burgortes. An der Burg, der Zehntscheune, der Freiheit, dem Stadttor, dem Historischen Rathaus, der Pfarrkirche, auf der Stadtmauer mit Blick ins Ösetal sowie auf der Neustadt mit Blick auf die Schonlau vermitteln sie Besucherinnen und Besuchern ebenso wie Einheimischen spannende Einblicke in die Vergangenheit Dringenbergs.

Die Tafeln bilden gemeinsam einen kleinen Geschichtsweg, der die Entwicklung des Ortes auf anschauliche und leicht verständliche Weise nachzeichnet. Jede Station erzählt ihre eigene Geschichte und verdeutlicht die besondere Bedeutung des jeweiligen Ortes für die Entwicklung Dringenbergs – von der Burg als mittelalterlichem Verwaltungssitz über die Zehntscheune als wirtschaftliches Zentrum und die Freiheit als Burgvorplatz mit der historischen Wasserversorgung durch die Schöpfmühle bis hin zum Stadttor als Teil der ehemaligen Befestigungsanlage. Ebenso werden das Historische Rathaus als Mittelpunkt des städtischen Lebens, die Kirche als geistliches Zentrum, die Stadtmauer mit Blick auf das frühere Gemeindeland und die Mühlen im Ösetal sowie die Neustadt mit Blick auf die Schonlau und die ehemalige Gerichtsstätte erläutert.

Die hochwertigen Edelstahl-Pultaufsteller wurden von Enrico Hoffmann vom Dringenberger Unternehmen Metallbau Hoffmann gefertigt und ehrenamtlich montiert und stehen damit zugleich für die Leistungsfähigkeit des örtlichen Handwerks. Ergänzt werden die Informationen durch QR-Codes, über die Besucherinnen und Besucher weiterführende Inhalte digital abrufen können.

Für die inhaltliche Ausarbeitung und die Gestaltung der Tafeln zeichnete Ortsheimatpflegerin Ingrid Pape verantwortlich, die das gesamte Projekt mit großem ehrenamtlichem Engagement umgesetzt hat. Die Tafeln verbinden historische Informationen mit einer modernen, klar strukturierten Gestaltung und fügen sich harmonisch in das historische Ortsbild ein.

„Geschichte lebt davon, erzählt und erlebbar gemacht zu werden. Genau das leisten diese Infotafeln. Sie laden dazu ein, Dringenberg mit neuen Augen zu entdecken und den historischen Hintergrund vieler vertrauter Orte kennenzulernen“, sagt Ortsheimatpflegerin Ingrid Pape. „Mir war wichtig, die Inhalte verständlich und zugleich fundiert aufzubereiten, damit sowohl Gäste als auch Einheimische einen einfachen Zugang zur Geschichte unseres Ortes erhalten.“

Das Projekt bildet zugleich den letzten Baustein der Maßnahmen nach den Feierlichkeiten zum 700-jährigen Ortsjubiläum 2023. Zusätzliche finanzielle Unterstützung erhielt das Vorhaben durch den Heimatpreis der Stadt Bad Driburg 2025, bei dem Dringenberg mit dem zweiten Platz für das Projekt zur Sichtbarmachung des kulturellen Erbes ausgezeichnet wurde.

Bezirksausschussvorsitzender Marcel Rehermann sieht in den neuen Infotafeln einen nachhaltigen Gewinn für den Ort: „Mit diesem Geschichtsweg schaffen wir ein dauerhaftes Angebot, das unsere Geschichte sichtbar macht und gleichzeitig den Tourismus sowie die Identifikation mit unserem Heimatort stärkt. Besonders freut mich, dass dieses Projekt durch das Zusammenspiel von ehrenamtlichem Engagement, örtlichem Handwerk und öffentlicher Förderung verwirklicht werden konnte. Es zeigt einmal mehr, was gemeinsam für Dringenberg erreicht werden kann.“

Viele Bürgerinnen und Bürger haben die neuen Tafeln bereits entdeckt und erleben bekannte Plätze nun mit einem zusätzlichen historischen Blickwinkel. Die Verantwortlichen hoffen, dass der Geschichtsweg künftig zahlreiche Gäste dazu einlädt, Dringenberg auf eigene Faust zu erkunden und die Geschichte des Burgortes an den authentischen Schauplätzen nachzuvollziehen.

Abschließend gilt allen Beteiligten, Unterstützern und Förderern ein herzlicher Dank. Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Heimatpflege, ehrenamtliches Engagement und lokales Handwerk gemeinsam dazu beitragen können, Geschichte dauerhaft sichtbar und für kommende Generationen erlebbar zu machen.

Zu den Tafel:

Die Tafeln machen sichtbar, welche Bedeutung die einzelnen Orte in Dringenbergs Geschichte hatten:

  • die Burg als mittelalterlicher Verwaltungssitz,
  • die Zehntscheune als wirtschaftliches Zentrum,
  • die Freiheit als Burgvorplatz und Ort der Wasserversorgung durch die Schöpfmühle,
  • das Stadttor als Teil der Befestigung,
  • das Historische Rathaus als erster Ort der Bürger und Mittelpunkt des städtischen Lebens,
  • die Kirche als Ort des Glaubens und geistliches Zentrum,
  • die Stadtmauer mit Blick ins Ösetal auf das frühere Gemeindeland und die Mühlen,
  • die Neustadt mit Blick auf die Schonlau und die frühere Gerichtsstätte.

Ein Geschichtsweg, der Dringenberg neu erfahrbar macht

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